Führung Buuregarte Boog

Am 15. Juni 2026 trafen wir uns beim Buuregarte Boog in Drälikon, Hünenberg. Von einem herkömmlichen Milchwirtschaftsbetrieb hat sich der Hof zu einem vielseitigen Beeren- und Gemüsebaubetrieb entwickelt. Mitinhaber Jonas Boog führte uns durch die verschiedenen Kulturen von Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren etc. Während der Saison beschäftigt der Betrieb bis zu 100 Erntehelferinnen und Erntehelfer, viele aus Polen. Im eigenen Hofladen können rund 30 Früchte- und Gemüsesorten gekauft werden. Am Ende der interessanten Führung durften wir verschiedene, äusserst schmackhafte Erdbeeren und auch Himbeeren probieren.


Referat Divisionär Willi Brülisauer

Am 4. Mai 2026 beehrte uns Divisionär Willi Brülisauer, Kommandant Territorial Division 4, mit einem Besuch. Dabei referierte er über die geopolitische Weltlage und die Auswirkungen auf die Schweiz und die Armee. Wie er ausführte, sind aktuell rund 50 Staaten in einen Krieg involviert. Das ist fast ein Viertel aller Länder. Auf die Kriege in der Ukraine, in Gaza und im Iran ging er näher ein und zeichnete dabei ein wenig optimistisches Bild, dass diese Kriege bald enden werden. Die Situation in der Schweiz bezeichnete er als bedenklich. Gegenüber 1989 (Fall der Berliner Mauer) sei die Schweizer Armee heute in einem sehr schlechten Zustand. Die Schweiz verfüge über praktisch keine wichtigen Waffen mehr, habe kaum mehr Munition und die Soldaten könnten nur zu einem Drittel voll ausgerüstet werden. Die Schweiz verfüge auch über keine Drohnen und feindliche Drohnen könnten nur zu rund 10 % abgewehrt werden. Das Einzige, was die Schweiz einem Angriff entgegensetzen könne, sei das Gelände, insbesondere die Berge mit ihren unterirdischen Anlagen. Das Problem für die Schweiz sei, dass die Bedrohung vorhanden sei, die Schweizer Bevölkerung die Gefahr aber nicht erkenne und sich in einer heilen Welt wähne. Auch Bundesrat und Parlament würden die Zeichen der Zeit nicht erkennen bzw. keine Prioritäten setzen und die nötigen finanziellen Mittel nicht zur Verfügung stellen. Es bleibe nur das Prinzip Hoffnung, dass die Schweiz verschont bleibt. Dieses schonungslose Referat stimmte die Kiwaner sehr nachdenklich und besorgt über die Zukunft der Schweiz. Es bleibt zu hoffen, dass das Parlament und auch die Bevölkerung endlich die Gefahr ernst nehmen und zeitnah die richtigen Entscheidungen treffen.

Bildlegende (v.l.n.r.): Divisionär Willi Brülisauer, Ralph Stärkle – President Kiwanis Club Zug-Ennetsee


Besichtigung Stuber Transporte, Rotkreuz

Am 27. April 2026 trafen wir uns in Rotkreuz bei der Firma Stuber Transporte zu einer Führung durch den Familienbetrieb. Zunächst stellten uns die beiden Brüder und Mitinhaber Mario und Roland Stuber ihre im Jahr 1980 von ihrem Vater gegründete Firma näher vor. Die Firma bietet u.a. Stückgut-Transporte, Milchtransporte und eine Lagerlogistik für externe Firmen an. Aktuell verfügt man über 42 Lastwagen, 13 davon elektrisch. Überhaupt hat die Stuber Transporte AG den Klimaschutz und die Nachhaltigkeit auf ihre Fahnen geschrieben. Sie ist diesbezüglich Vorreiterin in der Schweiz. Insgesamt beschäftigt die Firma 100 Mitarbeitende (80 Vollzeitstellen) und drei Lehrlinge pro Jahr. Nach der spannenden Einführung, an der von unserer Seite viele Fragen gestellt wurden, machten wir zusammen mit Mario Stuber einen Rundgang über das Firmengelände, insbesondere durch das grosse Logistikcenter, das 1999 eingeweiht wurde. Wir waren sehr beeindruckt über die Innovationsfreude und die Philosophie der Firma Stuber Transporte.

Bildlegende (v.l.n.r.): Mario Stuber, Frank Buchser, Programmchef Kiwanis Zug-Ennetsee, Roland Stuber

Führung OYM

Am 16. März 2026 durften wir an einer Führung durch das OYM in Cham teilnehmen. OYM ist die Abkürzung von «on your marks» («auf die Plätze») und ist ein Kompetenzzentrum für Spitzenathletik und Forschung. Zunächst erhielten wir in einem Video interessante Informationen über das OYM, die Hockey Academy, die gleichnamige Stiftung und das OYM College. Die Hockey Academy ist ein Ausbildungskonzept, das jungen Sportlerinnen und Sportlern eine optimale Kombination von Sport, Ausbildung und Beruf ermöglicht. Das OYM College bietet das vierjährige Kurzzeitgymnasium und die vierjährige Ausbildung «Kaufleute EFZ» an. Und die Stiftung Hockey Academy unterstützt Familien mit begrenzten finanziellen Mitteln durch Kostenübernahmen und Ausbildungsbeiträgen. Nach dem filmischen Einstieg führte uns Thomas Schmid, Leiter der Academy, zusammen mit Irene Scherer, Geschäftsführerin der Stiftung, durch das imposante Gebäude mit verschiedenen Spielfeldern, Trainings- und Fitnessanlagen. Besonders beeindruckt uns der Fitnessraum mit mehr als 300 Sportgeräten. Das OYM hat mit ihren 80m auch die längste Indoor-Laufbahn der Schweiz. Im eigenen Restaurant werden pro Mittagessen rund 36 Komponenten angeboten, welche die Sportlerinnen und Sportler selbst zusammenstellen können. Als spezielles Highlight durften wir der Garderobe des EVZ einen Besuch abstatten. Der EVZ trainiert grundsätzlich immer im OYM in Cham. Nur bei Heimspielen findet das Training in Zug in der OYM Hall statt.


Besichtigung Distillerie Etter, Zug

Vor dem Dinner vom 19. Januar 2026 stand eine Besichtigung der Distillerie Etter in Zug auf dem Programm. Wir wurden von Gabriel Galliker-Etter, dem Firmeninhaber in 4. Generation durch den Betrieb geführt. 1823 erfolgte die erstmalige Erwähnung der Kirschherstellung aus eigenen Kirschen auf dem Bauernhof «Bergli» in Menzingen. Aber erst im Jahr 1870 wurde die gewerbliche Brennerei Etter in Zug gegründet. Etter stellt nicht nur Kirsch und andere Fruchtbrände her, sondern auch Gin, Whiskey und neuerdings auch Rum. Zusätzlich betreibt Etter eine Weinhandlung, wobei die ehemalige Weinhandlung Helbling, Zug, im Jahr 1987 übernommen wurde. Bei der Besichtigung einer Brennerei darf natürlich eine Degustation der wunderbaren Brände nicht fehlen. Dabei sind wir nicht zu kurz gekommen.